Lerne Kauffrau, werde Karate-
lehrerin

Profis kommen weiter: zum Beispiel Reta Duverney-Sak

Sie absolvierte ihre erste Ausbildung in Australien, die zweite und die dritte in der Schweiz: Reta Duverney-Sak hat das Büro mit dem Fitnesscenter getauscht und arbeitet heute als Lehrerin für Karate in Freiburg.

Lerne Kauffrau, werde Karate-<br/>lehrerin

Sie sind mit einer kaufmännischen Ausbildung in der Tourismusbranche ins Erwerbsleben gestartet. Wieso?
Ich organisiere gerne, und ich reise gerne. Das war schon im Jugendalter so. Also entschied ich mich für eine kaufmännische Ausbildung in der Tourismusbranche. Da kamen beide Vorlieben zusammen. Meine Erstausbildung absolvierte ich in Australien, wo ich aufwuchs. Ich bin australisch-schweizerische Doppelbürgerin.

Heute sind Sie Lehrerin für Karate. Was hat Sie bewogen, neue Wege zu gehen?
Karate begleitet und begeistert mich seit meiner Kindheit. In der Schweiz brachte ich es bis ins Nationalteam. Meiner Trainer suchte vor mehreren Jahren eine Karatelehrerin für sein Fitnesscenter. Diese Chance habe ich – nach anfänglichem Zögern – gepackt. Zu Beginn unterrichtete ich parallel zu meiner Tätigkeit im Büro, schliesslich wurde der Karateunterricht zu meiner Hauptbeschäftigung.

Welche Hürden mussten Sie auf Ihrem Bildungsweg überspringen?
Ich musste eine innere Blockade überwinden … (lacht). Damals gab es in der Schweiz kaum Karatelehrerinnen. Deshalb hatte ich Zweifel, ob ich als Frau in diesem Metier respektiert werden würde. Schliesslich war ich auch auf der sprachlichen Ebene gefordert. Die Karateschule, in der ich auch heute noch unterrichte, ist in Freiburg. Als ich anfing, war mein Französisch rudimentär. Und klar: Ich musste mich weiterbilden. Zuerst habe ich die erforderlichen Jugend + Sport-Kurs absolviert und die nötigen J&S Weiterbildungen, anschliessend die höheren Berufsbildungen zur Karatelehrerin und zur Sportartenschulleiterin.

Was haben Sie in der kaufmännischen Ausbildung gelernt, das für Sie auch als Karatelehrerin unverzichtbar ist?
In einer Karateschule fallen viele kaufmännische Arbeiten an, zum Beispiel die Organisation von Trainings und Turnieren und natürlich die ganze Administration. Da kommt mir meine Erstausbildung sehr zupass.

Weshalb lohnt sich Weiterbildung?
Wer sich nicht weiterbildet, bleibt stehen und ist irgendwann nicht mehr auf dem neuesten Stand. Zudem ermöglichen Weiterbildungen den Austausch mit anderen Fachleuten. Das ist enorm wertvoll.

Reta Duverney-Sak

Alter 42
Erstberuf Associate Diploma of Business – Travel & Tourism (Australien)
Andere Abschlüsse Karatelehrerin BP
Sportartenschulleiterin HFP
Betrieb TC Training Center & Budo Center Fribourg

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