LERNE RESTAURATIONSFACHFRAU, WERDE WELTMEISTERIN

PROFIS KOMMEN WEITER: ZUM BEISPIEL Noemi Kessler

Die Teilnahme an den Berufsweltmeisterschaften habe ihr viel Anerkennung und wichtige Kontakte gebracht, sagt Noemi Kessler. Die Goldmedaille sei das Tüpfelchen auf dem I.

Sie sind mit einer beruflichen Grundbildung als Restaurationsfachfrau ins Erwerbsleben gestartet. Wieso?
Meine Grosseltern haben in Davos ein Hotel geführt. Die Gastronomie liegt mir also im Blut. Während meiner Berufswahl habe ich in verschiedenen Hotel- und Gastronomieberufen geschnuppert. Am besten gefallen hat mir der Beruf Restaurationsfachfrau – insbesondere wegen des direkten Kontakts zu den Gästen.

Was hat Sie motiviert, an Berufsmeisterschaften teilzunehmen?
Die Wertschätzung für unseren Beruf ist oft gering. Ein Gästepaar hat mich einmal gefragt, was ich eigentlich studiere. Ich antwortete, dass ich eine Lehre in der Gastronomie absolviere. Sie konnten es nicht glauben, ich sei doch Schweizerin ... Die Botschaft dahinter: Im Service arbeitet, wer Geld fürs Studium braucht oder einen oder aus dem Ausland kommt. Als ich eingeladen wurde, mich für die Schweizer Berufsmeisterschaften zu bewerben, hat mich mein Umfeld ermutigt: «Jetzt kannst du etwas tun, um deinem Beruf mehr Anerkennung zu verschaffen.»

Sie wurden Schweizermeisterin und nahmen 2013 an den WorldSkills in Leipzig teil. Auch dort holten Sie die Goldmedaille. Was bedeutet Ihnen dieser Erfolg?
Das war ein Meilenstein, eine Genugtuung und die Belohnung für viel Training und Disziplin. Ich habe mich ein halbes Jahr vollzeitlich auf die WM vorbereitet. Aber die Medaille war das Tüpfelchen auf dem I. Der Hauptpreis war und ist das Netzwerk, das ich während meiner Vorbereitungszeit knüpfen konnte.

Nach den WorldSkills haben Sie die Höhere Fachschule zur Hôtelière-Restauratrice absolviert. Warum?
Viele erfahrene Arbeitskolleginnen und -kollegen machen genau dasselbe wie jemand, der frisch aus der Lehre kommt. Ich möchte später eine verantwortungsvolle Position übernehmen, vielleicht im Event- oder Tourismusbereich. Die Höhere Fachschule ist eine gute Basis dafür. Allerdings habe ich erst den Bildungsgang absolviert. Die Prüfung muss ich noch ablegen … (lacht).

Zurzeit arbeiten Sie in Dubai. Wie kam es dazu?
Ich habe während der WM-Vorbereitung mit einem Food & Beverage Manager trainiert, der lange in Dubai gearbeitet hat. Also es darum ging, im Rahmen der Höheren Fachschule ein Auslandspraktikum zu machen, habe ich mich daran erinnert und dank seinen Kontakten eine Anstellung in Dubai gefunden.

Welche Eigenschaften braucht es, um im Beruf Erfolg zu haben?
Offenheit für Neues, ein Ziel und den Willen, hart für dieses Ziel zu arbeiten. Auch mit Rückschlägen muss man umgehen können. Es klappt nicht immer alles auf Anhieb.

Noemi Kessler

Alter

27

Erstberuf

Restaurationsfachfrau EFZ

Andere Abschlüsse

Hôtelière-Restauratrice HF (in Ausbildung)

Betrieb

Pure Arabia, Incentives, Conferences & Events, Dubai

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