Lerne Automobil-Mechatronikerin, werde Automobil-Diagnostikerin

Profis kommen weiter: zum Beispiel Shane Bruchez

Shane Bruchez wusste bereits als Schülerin, dass sie ihre Begeisterung für Autos zum Beruf machen wollte. Wie sie sich in einer technisch orientierten Welt durchzusetzen lernte und warum Weiterbildung für sie unverzichtbar ist, erzählt sie im Interview.

Sie sind mit einer beruflichen Grundbildung als Automobil-Mechatronikerin ins Erwerbsleben gestartet. Wieso?
Autos haben mich schon immer begeistert: Als Kind half ich meinem Vater jeweils beim Reifenwechsel, zudem spielte ich am liebsten mit Spielzeugautos. Ich wusste schon früh, dass ich meine Faszination für Autos zum Beruf machen wollte. Deshalb absolvierte ich mehrere Schnupperlehren als Automobil-Mechatronikerin und fand schliesslich eine Lehrstelle. Die Suche war nicht einfach, denn einige Betriebe hatten Vorbehalte, in diesem körperlich anstrengenden Beruf eine junge Frau auszubilden.

Heute sind Sie Automobil-Diagnostikerin. Was hat Sie bewogen, diesen Abschluss zu erzielen?
Die Lehre gefiel mir sehr gut und bestätigte mich in meiner Berufswahl. Ich wollte deshalb weitermachen, Neues lernen und meine Kenntnisse in der Automobil-Diagnostik verfeinern. Und: Ich versprach mir vom höheren Abschluss, als Frau im Beruf noch ernster genommen zu werden … (lacht). Das ist gelungen, und gerade die Kundinnen schätzen es, in technischen Fragen von einer Frau beraten zu werden.

Welche Hürden mussten Sie auf Ihrem Bildungsweg überwinden?
Der Beruf kann tatsächlich körperlich anstrengend sein. Ich musste lernen, mit schweren Gegenständen ergonomisch zu arbeiten – zum Beispiel mit wuchtigen Reifen oder schwerem Werkzeug. 

Was haben Sie in der Grundbildung gelernt, das auch für Ihre heutige Tätigkeit unverzichtbar ist?
In der Lehre eignete ich mir das Grundwissen zu verschiedenen Automarken an. Auf dieses Wissen greife ich in meiner heutigen Funktion zurück. Zudem lernte ich, mich als Frau in einer technisch orientierten Welt zu behaupten. Betonen möchte ich, dass ich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen und Vorgesetzten stets gut und unkompliziert erlebt habe.

Weshalb lohnt sich Weiterbildung?
Die Technologie in der Automobilbranche verändert sich rasch – auch hinsichtlich Digitalisierung. Es ist deshalb wichtig, seine Fachkenntnisse aktuell zu halten, sonst wird man abgehängt. Eine Weiterbildung sorgt zudem für mehr Abwechslung im Berufsalltag, weil man sein Aufgabengebiet erweitern und mehr Verantwortung übernehmen kann.

Shane Bruchez

Alter

26

Erstberuf

Automobil-Mechatronikerin EFZ

Andere Abschlüsse

Automobil-Diagnostikerin BP

Aktuelle Tätigkeit

Werkstatt-Verantwortliche und Automobil-Diagnostikerin

Arbeitgeber

Garage Olympic Paul Antille Martigny SA

Im richtigen Film

Laufbahn & Karriere (7 Min.)
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