Lerne Spengler, werde Spenglerpolier

Profis kommen weiter: zum Beispiel Maxime Pythoud

Maxime Pythoud ist Spenglerpolier aus Leidenschaft und arbeitet im Spengler- und Sanitärbetrieb seiner Eltern. An seinem Bildungsweg schätzt er insbesondere die Verbindung von Theorie und Praxis sowie die Möglichkeit, sich mit Berufskolleginnen und -kollegen zu vernetzen.

Sie sind mit einer beruflichen Grundbildung als Spengler ins Erwerbsleben gestartet. Wieso?
Es gefiel mir schon immer, mit unterschiedlichen Materialien und Formen zu arbeiten. Ich wollte deshalb einen handwerklichen Beruf erlernen, bei dem ich mein Interesse für Konstruktion und meine Kreativität einbringen kann. Die Berufswahl fiel mir leicht, denn meine Eltern führen einen Spengler- und Sanitärbetrieb. Die Ausbildungsmöglichkeiten in dieser Branche waren mir somit bekannt. Die Lehre habe ich jedoch in einem anderen Betrieb absolviert. Ich wollte vor dem Einstieg ins Familienunternehmen etwas anderes sehen.

Heute sind Sie Spenglerpolier. Was hat Sie bewogen, diesen Abschluss zu erzielen?
Da ich gerne mit Menschen arbeite, zog ich nach der Lehre zuerst eine Ausbildung im Sozialbereich in Erwägung. Ein sechsmonatiges Praktikum in einer sozialen Institution zeigte mir aber, dass dies nicht der richtige Weg für mich war. Ich entschied deshalb, mich in meinem Beruf weiterzubilden und mein Wissen zu vertiefen. Bei der Ausbildung zum Spenglerpolier gefiel mir insbesondere die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis.  

Welche Hürden mussten Sie auf Ihrem Bildungsweg überwinden?
Es gab Herausforderungen – aber keine Hürden. Natürlich musste ich während meiner berufsbegleitenden Ausbildung zum Spenglerpolier auf einiges verzichten und abends oder am Wochenende lernen. Ich empfand dies nicht als Belastung, weil ich stets ein Ziel vor Augen hatte und mir die Ausbildung Spass machte.

Was haben Sie in der Grundbildung gelernt, das auch für Ihre heutige Tätigkeit unverzichtbar ist?
In den überbetrieblichen Kursen wurde uns viel praktisches Wissen vermittelt. Von den damals erlernten Techniken profitiere ich bis heute. Auch habe ich in der Lehre Selbstvertrauen gewonnen – das hilft mir heute, auf Baustellen überzeugend aufzutreten.

Weshalb lohnt sich Weiterbildung?
Dank meiner Ausbildung zum Spenglerpolier konnte ich mich mit Berufskolleginnen und -kollegen aus anderen Betrieben vernetzen. Wir pflegen den Kontakt noch heute und tauschen uns bei fachlichen Fragen aus. Das ist sehr wertvoll für mich. Zudem ist es gerade in technischen Berufen wichtig, sein Fachwissen à jour zu halten und nicht stehen zu bleiben.

Maxime Pythoud

Alter

29

Erstberuf

Spengler EFZ

Andere Abschlüsse

Spenglerpolier mit. eidg. Fachausweis

Aktuelle Tätigkeit

Spenglerpolier und Abteilungsleiter Spenglerei

Arbeitgeber

Pythoud SA, Albeuve

Lerne Sanitärinstallateur, werde Chefmonteur Sanitär


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